Privatärztlicher Gesundheits-Check-up in Potsdam
Präventivmedizin heißt, sich mit der eigenen Gesundheit zu beschäftigen, bevor Beschwerden den Anlass dazu geben. Ein Gesundheits-Check-up in meiner Praxis ist keine Untersuchung im Minutentakt, sondern eine gründliche Bestandsaufnahme: ausführliches Gespräch, körperliche Untersuchung, umfassende Labordiagnostik – und daraus abgeleitet ein Präventionsplan, der zu Ihrem Alltag passt, nicht umgekehrt.
Was unterscheidet den privatärztlichen Check-up vom Check-up 35 der Krankenkasse?
Die gesetzliche Vorsorgeuntersuchung ist wertvoll, aber bewusst schmal gehalten. Ein präventivmedizinischer Check-up setzt andere Schwerpunkte – vor allem in drei Punkten:
- Zeit. Für das Erstgespräch plane ich 60 bis 90 Minuten ein – genug Zeit für Vorerkrankungen, familiäre Risiken, Schlaf, Ernährung, Bewegung, Stress und die Frage, was Sie eigentlich erreichen wollen.
- Tiefe der Diagnostik. Über das Basisblutbild hinaus untersuchen wir – je nach Fragestellung – Stoffwechsel- und Entzündungswerte, Schilddrüsenwerte, Vitamin- und Mikronährstoffstatus sowie weitere Werte, die sich aus Ihrer Vorgeschichte ergeben. Welche Werte sinnvoll sind, entscheiden wir gemeinsam – nicht nach Schema.
- Ein Plan statt eines Befundberichts. Am Ende steht nicht nur „alles in Ordnung“ oder eine Liste von Zahlen, sondern ein konkreter, priorisierter Plan: Was ist jetzt wichtig? Was können Sie selbst tun – bei Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stressregulation? Wo ist weitere fachärztliche Abklärung sinnvoll?
Was bedeutet Longevity in der ärztlichen Praxis?
Longevity heißt in der Medizin nicht „länger leben“, sondern gesunde Lebensjahre – möglichst lange körperlich und geistig leistungsfähig, belastbar und selbstbestimmt zu bleiben. Fachlich geht es um den Abstand zwischen Lebenszeit und beschwerdefreier Zeit und darum, ihn klein zu halten. Was sich davon ärztlich beeinflussen lässt, ist unspektakulär und gut untersucht: Blutdruck, Blutfette, Blutzucker- und Insulinstoffwechsel, Gewicht und Körperzusammensetzung, Muskelkraft und Ausdauer, Schlaf, Alkohol und Nikotin, Impf- und Vorsorgestatus, seelische Gesundheit und soziale Bindungen. Diese Faktoren messe, bespreche und verfolge ich über die Zeit – das ist der Inhalt des Präventionsplans.
Der Begriff wird derzeit stark beworben – von Nahrungsergänzungs-Abos über Tests zum „biologischen Alter“ bis zu Infusionsprogrammen. Hier wird er nüchtern verwendet: Ich bestimme, was eine Konsequenz hat, ordne es in Ihren Verlauf ein und sage Ihnen, wenn ein Test oder ein Präparat keinen belegten Nutzen bringt. Ein längeres Leben kann Ihnen niemand versprechen – ich auch nicht. Was ärztliche Prävention leisten kann, ist, Risiken früh sichtbar zu machen und mit Ihnen an den Faktoren zu arbeiten, die sich tatsächlich verändern lassen. Welche Werte dafür sinnvoll sind, steht unter Labordiagnostik.
Welche Blutwerte werden beim Check-up untersucht?
Das Laborprofil wird individuell zusammengestellt – meist aus Blutbild, Leber-, Nieren- und Elektrolytwerten, Blutzucker und HbA1c, einem differenzierten Lipidprofil, Schilddrüsen- und Entzündungswerten sowie Vitamin- und Mikronährstoffstatus. Welche Werte in Ihrem Fall sinnvoll sind, erfahren Sie unter Labordiagnostik.
Wie läuft der Check-up ab?
- Erstgespräch – ausführliche Anamnese und Zieldefinition
- Untersuchung und Blutabnahme – körperliche Untersuchung und individuell zusammengestelltes Laborprofil
- Auswertungsgespräch – wir gehen alle Ergebnisse gemeinsam durch, verständlich erklärt und in den Zusammenhang Ihrer Gesundheitsgeschichte gestellt
- Ihr Präventionsplan – schriftlich, konkret und alltagstauglich, auf Wunsch mit Folgeterminen zur Begleitung
Für wen ist ein präventivmedizinischer Check-up sinnvoll?
Für Menschen, die Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen wollen – etwa weil chronische Erkrankungen in der Familie liegen, weil Erschöpfung, Schlafprobleme oder wiederkehrende Infekte sich häufen, weil ein Lebensabschnitt ansteht, in dem der Körper sich verändert, oder schlicht, weil Sie wissen möchten, wo Sie stehen. Ein Check-up ersetzt keine Behandlung bestehender Erkrankungen – er hilft, Risiken früh zu erkennen und gezielt gegenzusteuern.
Was kostet der Check-up?
Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ); der Umfang – und damit die Kosten – richtet sich nach dem vereinbarten Untersuchungs- und Laborprofil. Sie erhalten vor Beginn eine schriftliche Kostenübersicht. Mehr dazu unter Kosten & Erstattung.